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Elektroauto-Kosten 2020: Preise, Aufladen, Wartung & Versicherung

Auch 2020 erfreuen sich Elektroautos in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit. Die Preise für neue Elektroautos sinken stetig, Förderungen rund um E-Mobilität nehmen zu und auch das große Interesse am Klimaschutz spielt eine zentrale Rolle. Doch wie genau sehen die Kosten rund um ein Elektroauto heute eigentlich aus? Hier finden Sie alles zu Listenpreisen, Ladekosten, Versicherungen und Wartung von Elektroautos.

Aufladen eines Elektroautos

Aktuelle Themen

Aktuell interessieren sich besonders viele Menschen für die gestiegenen Elektroauto-Förderungen, welche die Bundesregierung als Bestandteil des Konjunkturpaketes für die Corona-Krise festgelegt hat. So können Sie aktuell eine Förderung von bis zu 9.000 Euro für ein reines Elektrofahrzeug mit einem Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro erhalten. Damit ist der Bundesanteil der Förderung doppelt so hoch wie zuvor.

Auch der Bau einer Großfabrik des amerikanischen Autoherstellers Tesla im deutschen Grünheide steht aktuell immer wieder in den Schlagzeilen. Neben vereinzelten Kritiken erhoffen sich viele Menschen vor allem wirtschaftlichen Aufschwung der Region und einen weiteren Ausbau der Elektroauto-Infrastruktur in Deutschland. 2019 haben Elektroautos schließlich nicht einmal 2 Prozent der KFZ-Neuzulassungen in Deutschland ausgemacht.

Kaufpreise für Elektroautos im Vergleich

Die konkreten Kaufpreise für Elektroautos sind natürlich von den verschiedenen Herstellern, Modellen und der Leistung der Fahrzeuge abhängig. Pauschal lassen sich in 2020 Anschaffungskosten in Höhe von mindestens 20.000 Euro veranschlagen. Viele Modelle kosten allerdings eher 30.000 bis 40.000 Euro (als Neuwagen). Wir haben Ihnen im Folgenden einen groben Überblick über die gängigsten Modelle erstellt.

Hersteller

Elektroauto

Listenpreis

Peugeot

iOn Active

ab 21.800 €

Renault

Zoe Life

ab 21.900 €*

Volkswagen

e-Up!

ab 22.975 €

Nissan

Leaf Visia*

ab 23.400 €

Mitsubishi

Electric Vehicle

ab 23.790 €

Sono Motors

Sion

ab 25.500 €

KIA

IONIQ Elektro Trend

ab 33.300 €

Nissan

Leaf Acenta

ab 34.400 €

Volkswagen

e-Golf

ab 35.900 €

Nissan

e-NV200 Evalia Tekna

ab 37.600 €

BMW

i3 (120 ah)

ab 38.000 €

BMW

i3s (12 ah)

ab 41.600 €

Tesla

Model 3

ab 47.560 €

Audi

e-tron 55 quattro

ab 79.900 €

Tesla

Model S

ab 86.800 €

Tesla

Model X

ab 91.700 €

*bei Batteriemiete

Das günstigste Elektroauto

Das eine günstigste Elektroauto lässt sich natürlich nicht ganz sicher festlegen. Es kommt auch immer darauf an, welche Förderungen Sie beziehen bzw. zu welchen Konditionen Sie das Fahrzeug kaufen können. Der Renault Zoe Life und der Peugeot iOn Active gehören mit einem Listenpreis von nur etwa 21.000 € jedoch sicher zu den günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt. Noch günstiger können Sie ein Elektroauto (als Privatperson) vermutlich nur als Gebrauchtwagen erhalten.

Umweltbonus als Förderung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert in Deutschland – mit seinem Programm Umweltbonus – den Erwerb von neuen Elektrofahrzeugen. Neben reinen Batteriefahrzeugen werden außerdem Hybrid-Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge gefördert. Privatpersonen können für ein reines Elektrofahrzeug mit einem Netto-Listenpreis von bis zu 40.000 Euro eine Förderung von 6.000 Euro erhalten. Im Rahmen des Konjunkturpaketes zur Corona-Krise wurde der Bundesanteil der Förderungen bis Ende des Jahres 2021 verdoppelt (von 3.000 auf 6.000 Euro), sodass Sie aktuell eine Förderung von bis zu 9.000 Euro für ein neues Elektroauto erhalten können.

Fahrzeugtyp

Normale Kaufprämie*

Kaufprämie bis Ende 2021

Reines Elektrofahrzeug (Netto-Listenpreis bis 40.000 €)

6.000 €

9.000 €

PlugIn-Hybrid-Fahrzeug (Netto-Listenpreis bis 40.000 €)

4.500 €

6.750 €

Reines Elektrofahrzeug (Netto-Listenpreis ab 40.000 €)

5.000 €

7.500 €

PlugIn-Hybrid-Fahrzeug (Netto-Listenpreis ab 40.000 €)

3.750 €

5.625 €

* setzt sich jeweils zur Hälfte aus Bundesanteil und Herstelleranteil zusammen

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Kosten pro Aufladung und Verbrauch auf 100 km

Die Kosten pro Aufladung sind immer davon abhängig, wo Sie das Elektroauto aufladen und welche Lade-Methode Sie verwenden. So ergibt sich beim Aufladen an einer öffentlichen Stromtankstelle sicherlich ein anderer Preis als an der heimischen Haushaltssteckdose. Ganz grob lässt sich für die vollständige Aufladung eines modernen Elektroautos jedoch ein Preis von 5 bis 10 Euro – bei einer durchschnittlichen Ladedauer von 6 bis 8 Stunden – veranschlagen. Die Pauschalpreise von einigen Stromtankstellen-Anbietern können aber durchaus günstiger sein als das Aufladen an einer privaten Wallbox.

Zur Vergleichbarkeit (zum Verbrenner) werden die Kosten für ein Elektroauto gerne auch bezogen auf den Verbrauch auf 100 Kilometer angegeben. Natürlich gibt es bei Elektroautos aber keinen „Verbrauch“ im klassischen Sinn. Deshalb werden die Kosten auf 100 km hier mit den reinen Stromkosten angegeben. Diese belaufen sich bei modernen Elektroautos auf etwa 2 bis 4 Euro pro 100 Kilometer.

Weitere laufende Kosten

Neben den Stromkosten fallen beim Elektroauto natürlich weitere laufende Kosten für Versicherung, Wartung, Batteriemiete und Co. an. Dazu gehören auch passive Kosten wie der Verschleiß und der Wertverlust des Fahrzeuges. Wenn Sie planen, sich ein E-Auto anzuschaffen, sollten Sie neben den initialen Anschaffungskosten definitiv auch die laufenden Kosten berücksichtigen. Wir haben Ihnen deshalb einen groben Überblick über die Kosten für Wartung, Verschleiß, Versicherung und mehr erstellt.

Laufende Kostenfaktoren

Kosten (pro Jahr)

Wartung

200-600 €*

Versicherung

300-500 €

Steuern

70-100 €

Batteriemiete

ab 900 €

* bei einer großen Inspektion pro Jahr

Wartung und Verschleiß

Zwar müssen auch Elektroautos von Zeit zu Zeit gewartet werden, aber ganz allgemein sind sie zumindest beim Antrieb weniger verschleißanfällig gebaut als die meisten Verbrenner. Dadurch sind die Kosten für Wartung und Verschleiß bei Elektroautos im Vergleich etwa 30 Prozent niedriger. Das trägt auch dazu bei, dass Fahrzeuge mit einer hohen jährlichen Laufleistung (30.000 Kilometer und mehr) deutlich wirtschaftlicher sind als ihre Gegenstücke mit Verbrennungsmotor.

Versicherung und Steuern für Elektroautos

2020 gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Versicherern, welche Versicherungen für Elektroautos anbieten. Die konkreten Kosten sind dabei nicht nur vom Umfang der Versicherung und vom Fahrzeug abhängig, sondern auch von Ihren persönlichen Daten. Gerade Fahranfänger bezahlen beispielsweise einen höheren Beitrag als erfahrene Autofahrer. Für eine Versicherung mit Haftpflicht und Vollkasko (mit geringer Selbstbeteiligung) sollten Sie jedoch zwischen 300 und 500 Euro im Jahr einplanen. Je nach Fahrzeugtyp und Fahrer können die Kosten allerdings auch deutlich höher liegen.

Wenn Sie Ihr Elektroauto noch vor Ende des Jahres 2020 erwerben, sind Sie für die nächsten 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Sonst fallen gestaffelte Kosten nach dem Fahrzeuggewicht an. So bezahlen Sie für ein Fahrzeug mit einem Gewicht von 2.500 kg Kosten in Höhe von ca. 6 Euro pro 200 kg. Jährlich belaufen sich die Steuer-Kosten für dieses Fahrzeug damit auf etwa 75 Euro.

Kosten pro gefahrenen Kilometer

Möchte man die Kosten für ein Elektroauto auf den gefahrenen Kilometer berechnen, so müssen alle laufenden Kosten inkl. Wertverlust, Wartungskosten und Versicherung berücksichtigt werden. Außerdem steigen die Kosten nicht linear mit den gefahrenen Kilometern, sodass die Kosten pro Kilometer bei einem Auto mit hoher Fahrleistung geringer liegen dürften als bei einem Fahrzeug, welches hauptsächlich in der Garage steht. Bei einer angenommenen jährlichen Fahrleistung von etwa 30.000 Kilometern liegen nach einer Studie des ADAC die Kosten pro Kilometer je nach Fahrzeug bei 25 bis 50 Cent.

Batterie: Kauf oder Miete

Nicht immer müssen Elektroautos auch mit Batterie gekauft werden. Viele Hersteller haben mittlerweile ein Konzept zur Miete von Batterien entwickelt. So ist es ihnen möglich, die Fahrzeuge zu einem günstigeren Preis anzubieten – denn der/die Kunde/in zahlt die Kosten für die Batterie (zwischen 5.000 und 10.000 Euro) über die monatlichen Miete. Auf diese Weise können sich auch Personen ein Elektroauto leisten, die nicht einfach 30.000 Euro für ein neues Fahrzeug übrig haben.

Zu Hause aufladen: Diese Kosten entstehen

Das Elektroauto auch zu Hause in der eigenen Garage oder dem eigenen Carport aufzuladen, ist eine attraktive Vorstellung. So können sich die Akkus über Nacht füllen und Sie sparen sich am nächsten Tag den Weg zur Stromtankstelle. Außerdem können Sie Ihr Elektroauto über die eigene Photovoltaik-Anlage aufladen und so von Ihrem günstigen Solarstrom profitieren. Doch was genau benötigt man eigentlich, um ein Elektroauto zu Hause aufzuladen, und welche Kosten fallen dabei an?

Ganz grundlegend lässt sich sagen, dass Sie eigentlich nur eine klassische Haushaltssteckdose benötigen, welche Sie sicher (geschützt vor Umwelteinflüssen) mit Ihrem Elektroauto verbinden können. Das Aufladen über eine normale Steckdose dauert zwar einige Stunden, aber dafür sparen Sie sich die Kosten für zusätzliche Anschaffungen wie z. B. eine Wallbox. Wenn der Ladeprozess schneller gehen soll oder Sie eine Photovoltaik-Anlage zuschalten wollen, dann benötigen Sie allerdings zusätzliches Equipment. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Kosten, welche beim Laden im Eigenheim entstehen können.

Elektroauto wird zuhause aufgeladen mit Solarstrom

Ladestation

Installationskosten

Ladekosten (pro Aufladung)

Ladedauer

Starkstrom-Steckdose in Garage

250-500 €

8-10 €

bis zu 10 Stunden

Einfache Wallbox

500-2.000 €

8-10 €

5-9 Stunden

Hauskraftwerk (Stromspeicher für PV & Wallbox)

ab 10.000 €

0 €*

5-9 Stunden

Solarcarport

15.000-20.000 €

0 €*

5-9 Stunden

*wenn die Photovoltaik-Anlage ausreichend Strom für die gesamte Aufladung bereitstellt

Wallbox für die Aufladung zu Hause

Die Wallbox ist eine Ladestation für Elektroautos, welche z. B. in der heimischen Garage an der Wand montiert werden kann. Die Ladestation wird dabei – ähnlich wie ein Herd – mit einem 400 Volt-Anschluss verbunden. Die hohe Leistung trägt dazu bei, dass Ihr Elektroauto in gerade einmal 2 bis 4 Stunden vollständig aufgeladen werden kann. Dafür müssen Sie allerdings auch mit Anschaffungskosten in Höhe von 500 bis 2.000 Euro rechnen.

PV-Anlage oder Solarcarport

Die Wahl zwischen Photovoltaik-Anlage und Solarcarport ist ganz davon abhängig, ob Sie bereits eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Hausdach installiert haben. Bei einer bestehenden PV-Anlage macht die Anschaffung eines Solarcarports inkl. eigener Solarpanels eigentlich nur wenig Sinn. Hier sollten Sie lieber über den Erwerb einer modernen Wallbox nachdenken, welche sich einfach mit Ihrer vorhandenen Photovoltaik-Anlage verbinden lässt. Für eine Wallbox können Kosten zwischen 500 und 2.000 Euro anfallen.

Der Erwerb eines Solarcarports könnte dann sinnvoll für Sie sein, wenn sich das Dach Ihres Hauses nicht für die Installation einer Solaranlage eignet. Ihr Auto steht dann geschützt und kann gleichzeitig aufgeladen werden. Die Solarpanels für das Solarcarport werden direkt auf dem Carport installiert. Da ein Carport meist nah neben dem Haus errichtet wird, sollte insbesondere auf den Schatten geachtet werden, den das Haus wirft und genau geprüft werden, ob ausreichend Licht auf die Solarpanels fällt. Für ein Solarcarport inkl. Photovoltaik-Anlage müssen Sie etwa 15.000 bis 20.000 Euro einplanen.

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Der Gebrauchtmarkt für Elektroautos

Wer sein Elektroauto gerne etwas günstiger erwerben möchte, kann sich nach einem Gebrauchtwagen umsehen. Gut gepflegte Fahrzeuge können 30 bis 50 Prozent günstiger sein als der entsprechende Neuwagen. Mittlerweile ist der Markt für gebrauchte Elektroautos in Deutschland auch gut aufgestellt und Sie finden eigentlich zu jedem Modell gleich mehrere Angebote. Natürlich sollten Sie sich – wie bei gebrauchten Verbrennern – genau über den Zustand des gebrauchten Fahrzeugs informieren. Gerade die Batterie muss in einem guten Zustand sein, damit sich der Kauf wirtschaftlich lohnt.

Günstige gebrauchte Elektroautos

Als gut gepflegte Gebrauchtwagen sind einige Elektroautos (Kleinstwagen) mittlerweile schon ab 10.000 Euro erhältlich. So sparen Sie bis zu 50 Prozent der Kosten im Vergleich zum Neuwagen. Wenn Sie vorher sicherstellen, dass das Fahrzeug in einem guten Zustand ist, dann kann der Erwerb also durchaus eine wirtschaftliche Entscheidung sein. Wenn Sie die Fahrzeugbatterie oder andere teure Verschleißteile allerdings schon nach wenigen Jahren austauschen müssen, dann kann der Preisvorteil schnell verloren gehen.

Wertverlust beim Verkauf

Gerade Elektroautos aus der ersten Generation haben mit einem hohen Wertverlust zu kämpfen. Nach 3 Jahren haben die Fahrzeuge häufig bereits mehr als die Hälfte des Anschaffungswertes verloren. Das liegt besonders an den Akkus und den geringen Erfahrungswerten zu deren Lebensdauer. Noch weiß niemand so genau, wie viel Reichweite die Fahrzeuge mit den Jahren einbüßen – viele Personen gehen deshalb davon aus, dass sie für ihren Elektro-Gebrauchtwagen noch eine teure neue Batterie erwerben müssen. Das führt zu vergleichsweise geringen Wiederverkaufspreisen und einem hohen Wertverlust.

Autorin

Halina Schmidt schreibt bei DZ4 seit 2021 über Photovoltaik-Anlagen, grünen Strom und die Energiewende.